"Schwalbenfreundliches Haus"

Auszeichnung für Familie Frank, in Asbach

Bei Familie Frank in Asbach sind Schwalben willkommen: Sie freuen sich, wenn sie die eleganten Flugkünstlerinnen in den Sommermonaten beobachten können. Das Haus liegt direkt an der Straße und hat ein Kunstnest und ein original von den Schwalben gebautes Nest. Hinter dem Haus befindet sich ein naturnahes Grundstück, wo sich alle Tiere wohlfühlen können. Familie Frank ist sehr froh, dass an ihrem Haus Schwalben brüten und wird noch weitere Kunstnester anbringen.

Für Schwalben ist es einfacher, ein altes Nest zu  reparieren,  als aus 700 bis  1.500 Lehmkügelchen mühsam ein neues zu mauern, daher wird um Verständnis und  Unterstützung für die Flugkünstler mit Raumnot gebeten. Die Fähigkeit, sich einen guten Nistplatz zu merken und wiederzufinden, ist für  Schwalben  überlebenswichtig. Da es immer weniger geeignete Brutplätze an oder in Gebäuden gibt und lehmiges Baumaterial immer schwerer zu finden ist, zeichnet der NABU aktiven Schwalbenschutz im Rahmen der Aktion „Schwalben­ freundliches Haus" aus. 

Für diese Gastfreundschaft hat Familie Frank von der 1. Vorsitzenden Frau Gertrud Hoffmann vom NABU Kleiner Odenwald jetzt die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus" erhalten. Eine Plakette am Haus zeigt ab sofort, dass die Bewohnerinnen und Bewohner sich für den Schutz der Schwalben einsetzen.

Klimamesse Aglasterhausen

Die NABU-Gruppe, nahm an der Klimamesse in Aglasterhausen, teil. Dr. Bernd Ullrich lies im Kinder Programm der gut besuchten Veranstaltung, die Kids mikroskopieren. Der Andrang war groß und die Kinder waren mit Eifer sowie Begeisterung bei der Sache und hatten großen Spaß daran.

 

Pflegemaßnahme in der Streuobstwiese

Auch dieses Jahr, stand wieder die Pflege der Streuobstwiese Öschenberg, auf dem Arbeitsplan der NABU-Gruppe. „Vorgearbeitet“, hatten bereits wieder mehrere Schafe, was den Einsatz, weitaus erleichterte. Vor allem fällt dadurch das beschwerliche mähen im Hang, fast vollständig weg. So war in wenigen Stunden, die Streuobstwiese zurückgeschnitten und es blieb dadurch noch Zeit, Nisthilfen neu anzubringen.

 

Fair, naturverträglich und gesund

Wir brauchen eine andere Agrarpolitik in Europa

Nutzungsintensivierung, Ausräumung der Landschaft, Massentierhaltung, Pestizideinsatz und Überdüngung – all dies hat zu einem massiven Verlust von Artenvielfalt, sowie zur Belastung von Wasser, Böden und Klima geführt. Eine wesentliche Schuld hat daran die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP).

Subventionen setzen falsche Anreize

Derzeit fließen fast 40 Prozent des EU-Haushaltes, jährlich rund 60 Milliarden Euro, in die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP). Doch diese Subventionen sind ineffizient und zu einem großen Teil umweltschädlich. Sie werden nämlich überwiegend nach dem „Gießkannenprinzip“ ausgezahlt, mittels pauschaler Flächenprämien ohne konkrete Gegenleistung. Dadurch macht es für die meisten Landwirte wirtschaftlich Sinn, möglichst viel zu produzieren. Die Intensivierung wird verstärkt durch niedrige Lebensmittelpreise und die Exportorientierung der Politik – Masse statt Klasse. Die Umwelt bleibt auf der Strecke. Naturverträglich zu arbeiten, lohnt sich dagegen nur für wenige Betriebe. Das muss sich dringend ändern, und dazu gibt es jetzt die Chance. Die Zukunft der GAP nach 2020 wird derzeit EU-weit diskutiert und verhandelt.

 

Fair, naturverträglich, gesund und global verantwortungsvoll

Über die globalen Nachhaltigkeitsziele haben sich Deutschland und die ganze EU zu einer nachhaltigen Landwirtschaft bis 2030 verpflichtet. Dies bedeutet, dass die Landwirtschaft keine Schäden mehr an Artenvielfalt und Klima anrichten darf – und dass nachhaltig wirtschaftenden Betrieben eine Zukunft gegeben werden muss. Gleichzeitig muss in einen fairen Handel bei uns und weltweit, sowie in die Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln investiert werden – und in die Minimierung der Lebensmittelverschwendung. 

Die Politik, die der NABU und sein europäisches BirdLife Netzwerk fordern ist im Sinne unserer „LivingLand“-Vision 

·                                 Fair - für Landwirte, Steuerzahler und künftige Generationen

·                                 Naturverträglich - für die Artenvielfalt und eine saubere Umwelt

·                                 Gesund - für gute Lebensmittel und das Wohlbefinden aller Menschen

·                                 Global verantwortungsvoll - für das Klima und die nachhaltige Entwicklung weltweit


Die Politik ist am Zug

Um diese Vision umzusetzen, brauchen wir eine grundlegende Veränderung unseres Agrarsystems. Landwirte müssen in die Lage versetzt werden, gutes Essen naturverträglich zu produzieren – und dafür einen fairen Preis zu bekommen. Schon jetzt kann jeder einzelne von uns viele Schritte in diese Richtung tun – durch die Art wie wir uns ernähren und was wir einkaufen. Auch der Handel und die Landwirte selbst können viel ändern. Doch die eigentliche Wende kann nur durch die Politik erreicht werden – sie darf die Verantwortung weder auf Verbraucher noch Bäuerinnen und Bauern abwälzen. Denn diese stehen meist unter großen ökonomischen Zwängen.

Investieren in eine Agrar- und Ernährungswende bis 2030

 

Der NABU fordert deshalb gemeinsam mit seinen europäischen Partnerorganisationen die gegenwärtige Gemeinsame Agrarpolitik der EU ab 2021 vollständig zu ersetzen. An ihre Stelle muss eine neue Ernährungs- und Landnutzungspolitik treten, die eine nachhaltige, sich langfristig selbst tragende Lebensmittelproduktion aufbaut, die hohen Umwelt- und Tierschutzstandards genügt und faire Preise erzielt. Teil dieser Politik muss die ausreichende Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen von Landnutzern und anderen Akteuren sein. Ihre Ziele bis 2030 sind:

·                                 der Aufbau einer nachhaltigen, sich langfristig selbst tragenden Lebensmittelproduktion, die hohen Umwelt- und Tierschutzstandards genügt und faire Preise erzielt

·                                 die attraktive Honorierung von konkreten Naturschutzleistungen von Landnutzern und die Finanzierung der Umsetzung der EU-Naturschutzrichtlinien

·                                 die Mitgestaltung dieser Politik durch alle politischen Ressorts, die ein Interesse an einem lebendigen ländlichen Raum, einer intakten Umwelt, Entwicklungschancen außerhalb Europas und gesunden Lebensmitteln haben. 

 

 

Die neue Politik muss transparent, fachlich begründet und möglichst unbürokratisch sein. Letzeres darf aber nicht auf Kosten der Zielgenauigkeit und Wirksamkeit gehen. An der Ausgestaltung der Politik sind alle relevanten politischen Ressorts zu beteiligen – weit über die Agrarminister und Agrarausschüsse der Parlamente hinaus. Auf EU-, Bundes- und Landesebene müssen insbesondere die Ressorts für Umwelt, Gesundheit, Verbraucherschutz und Entwicklungszusammenarbeit mitentscheiden.

 

Schwalbenplakette überreicht

Überreichung der Schwalbenplakette an den Reitstall „Kalles Heimat“ von Karl-Heinz und Dorothee Heiß

Am 11. Oktober 2017 erhielt Herr Karl-Heinz Heiß im Rahmen der NABU-Aktion Schwalbenfreundliches Haus die „Schwalbenplakette“ überreicht. Frau Gertrud Hoffmann, 1. Vorsitzende und Manfred Hartlieb, 2. Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Kleiner Odenwald freuen sich sehr, dass der Reitstall, der als Offenstall geführt wird, den Schwalben gute Brutmöglichkeiten bietet. Schwalben finden immer weniger Nistmöglichkeiten - das liegt zum einen an der Modernisierung vieler Gebäude, bei denen zum Beispiel keine Einflugluken mehr vorhanden sind und an

hermetisch abgeschlossenen Stallungen, die es den geselligen Flugakrobaten zunehmend schwerer machen, geeignete Nistplätze zu finden. Nicht so beim Reitstall von Herrn Heiß, den er zusammen mit seiner Tochter Dorothee führt: hier können die Schwalben ein- und aus fliegen und ihrem Brutgeschäft nachgehen. Als positiver Nebeneffekt ist die sonst lästige Plage durch Insekten, der die Pferde oft ausgesetzt sind, stark zurück gegangen. Dies ist auch angenehm für die Mitarbeiter und Gäste, die sich gern auf dem angelegten Sitzplatz vor dem Stall treffen.

 

 

 

Ferienprogramm in Aglasterhausen

Am Samstag, 26.August konnten im Rahmen des Ferienprogramms Aglasterhausen bei herrlichem Wetter 10 Kinder unter dem Motto Natur erkunden am „Hinteren See“ begrüßt werden. Die 1. Vorsitzende Frau Gertrud Hoffmann und Dipl. Biologe Dr. Bernd Ullrich (ebenfalls NABU-Mitglied) leiteten die Veranstaltung. Die Autos konnten dankenswerterweise bei der Gärtnerei Bender abgestellt werden, was eine große Hilfe war. Es ging den Seeweg entlang und bei der Schotteraufschüttung am Rückhaltebecken sammelten die Kinder in bereitgestellte Gefäße und Becherlupen schon fleißig allerlei Insekten ein wie Braune Tageule, Feldheuschrecken, Radnetzspinnen sowie die leuchtend grüne Büffelzikade, die aus Nordamerika stammt und sich bei uns in Ausbreitung befindet. Man beobachtete auch Haussperlinge, Sperber und einen Schwarzmilan. Außerdem gab es am Rittersbach schon so viel zu sehen, sodass der Weg zum Hinteren See entfallen konnte. Im Wasser fanden sich Köcherfliegenlarven, Wasserkäfer und als große Attraktion des Tages wurden mehrerer Wasserskorpione entdeckt! Der Wasserskorpion ist ein Insekt aus der Familie der Skorpionswanzen. Er wird bis zu 2,5 cm lang, hinzu kommt ein etwa 1 cm langes Atemrohr, das immer in der Nähe der Wasseroberfläche bleibt. Das Vorderbeinpaar ist zu Fangbeinen umgebildet – diesen und dem Atemrohr verdankt die Wanze auch ihren Namen. Eine weitere höchst interessante Entdeckung war eine Groppe - Fisch des Jahres 2006 - er stellt große Ansprüche an Wasserqualität und Sauerstoffkonzentration und benötigt niedrige Wassertemperaturen - ihn dort anzutreffen, ist also ein Zeichen guter Wasserqualität!

Für unterwegs hatten die Kinder etwas zum Vespern dabei und am Parkplatz der Gärtnerei Bender gab es zum Abschluss noch leckeren Premium-Apfelsaft vom Verein. Es war ein schöner Nachmittag in der Natur und die Kinder waren mit Eifer und Freude bei der Sache!

 

 

Ferienprogramm in Reichartshausen

Am Samstag, 29. Juli 2017 konnten im Rahmen des Reichartshäuser Ferienprogramms bei herrlichem Wetter 20 Kinder zum Erlebnistag unter dem Motto “Der Natur auf der Spur” begrüßt werden. Nachdem NABU-Mitglied Manfred Hartlieb einige einleitende Worte gesprochen hatte und ein Gruppenbild gemacht war, konnte es unter fachkundiger Leitung von Dipl. Biologe Dr. Bernd Ullrich (ebenfalls NABU-Mitglied) am Wartschaftsbach entlang gehen. Die Kinder sammelten fleißig allerlei Insekten in die bereitgestellten Gefäße und Becherlupen ein, die sogleich von Bernd Ullrich bestimmt wurden. Im Wasser fanden sich Rückenschwimmer, Bachflohkrebse und Schlammschnecken, sowie typische Wasserpflanzen wie die Wasserpest. Die große Attraktion des Tages war der Fund eines Wasserskorpions, den ein Schüler selbst entdeckt hatte! Der Wasserskorpion ist ein Insekt aus der Familie der Skorpionswanzen. Er wird bis zu 2,5 cm lang, hinzu kommt ein etwa 1 cm langes Atemrohr, das immer in der Nähe der Wasseroberfläche bleibt. Das Vorderbeinpaar ist zu Fangbeinen umgebildet – diesen und dem Atemrohr verdankt die Wanze auch ihren Namen; das Insekt kann mehrere Jahre alt werden. Der Abschluss fand wieder bei Familie Hartlieb im Garten statt. Zuerst wurde der große Durst gestillt und es gab die schon fast legendären Amerikaner vom Blech mit Schlagsahne, dieses Mal auch Laugenbrötchen mit Butter. Dr. Ullrich baute inzwischen die Mikroskope auf, damit die Insektenfunde der Kinder im Großformat betrachtet werden konnten. Es wurde auch ausgiebig getobt, auf Bäume geklettert und mit dem hauseigenen Hund gespielt. So verflog die Zeit im Nu und die Eltern kamen, um ihre Kinder abzuholen. Es war ein sehr schöner Nachmittag mit super Kindern!

 

Vogelstimmenwanderung im Kirstätter Tal

Schöne Artenvielfalt am 21.Mai, im Sonnenschein

Man musste schon früh aus den Federn raus, aber bei dem schönen Wetter ging das wohl etwas leichter. Am Treffpunkt angekommen, musste sich die Sonne noch durch die Wolken kämpfen. Doch sobald wir mit der Exkursion begannen, strahlten wir mit der Sonne um die Wette. Auch die ersten Vögel waren da bereits zu hören: Sommergoldhähnchen, Zilpzalp, Kuckuck und Mönchsgrasmücke sangen aus dem Wald.

 

Des Weges weiter gesellten sich weitere Arten, wie Grünspecht, Heckenbraunelle, Kleiber und Buchfink hinzu. Stare ließen bei der Kopulation beobachten und eventuell, flog ihre erste Brut bereits aus und die Planung der zweiten erfolgt gerade. Derweil zogen Rotmilane und Mäusebussarde in der warmen Luft ihre Kreise.

In der Senke des Kirstätter Tals angekommen, stiegen da die Temperaturen schon frühsommerlich nach oben und mit Gartengrasmücke und Neuntöter entdeckten wir neue Arten. Das Tal endet mit einer wunderschönen alten Streuobstwiese. Leider sieht man solche schönen Raritäten immer weniger. Gartenrotschwanz (ein typischer Streuobstwiesenbewohner), Neuntöter, Stieglitz und Braunkehlchen, sowie Rauchschwalben, die in der Luft nach Insekten jagten, beobachteten wir mit großer Spannung.

Mit einer singenden Feldlerche, ging eine wunderschöne morgendliche Exkursion zu Ende, bei der die Teilnehmer 39 Vogelarten zählen durften.

 

Gertrud Hoffmann bedankte sich bei Exkursionsleiter Harald Bott, für die wunderschöne Führung und wünschte den vielen, teilweise neuen und sehr begeisterten Gesichtern der Teilnehmer, einen weiteren schönen Sonntag. Schön war es!!!

 

Orchideenwanderung im Tauberland

Exkursion am 13.Mai, im NSG Haiergrund

Nordwestlich der tauberfränkischen Gemeinde Königsheim befindet sich das 1994 ausgewiesene Naturschutzgebiet Haigergrund. Der Exkursionsleiter Hans Hoffmann, brachte den Teilnehmern der Führung, das ca. 60 Hektar große Gebiet näher und erläuterte vieles, auf dem Bergpfad der durch den steilen Berghang führt.

Ganz am Anfang blühte gerade der Diptam auf und nach wenigen Metern, standen bereits rechts und links mit Fliegen-Ragwurz und Spinnen-Ragwurz, erste Orchideen. Kurz darauf bewunderten wir die Schönheit des Purpur-Knabenkraut sowie Brand-Knabenkraut. Aufgrund der lang anhaltenden Kälte mit späten Frostnächten und dem überaus trockenem Frühjahr, waren die Pflanzen dieses Jahr leider sehr kleinwüchsig. Des Weges weiter, erspähten wir Grünliche Waldhyazinthe, Helm-Knabenkraut und den seltenen Frauenschuh.

Das Gebiet besteht übrigens aus steinigen Muschelkalkböden, auf den die Orchideen angewiesen sind. 

Alle Fotos: Harald Bott ©

 

Aber nicht nur Orchideen, sondern auch seltene Pflanzen blühten an dem steilen, südwestexponierten Trockenhängen. So blühten: Gewöhnliche Kugelblume, Salomonsiegel,  Kreuzblümchen, blauroter Steinsame, gelbes Sonnenröschen und das sehr seltene Apenninen-Sonnenröschen.

Charakteristisch für das Gebiet, waren die Vogelarten: Waldlaubsänger, Baumpieper, Fitis und Goldammer.

Leider wurde die Wanderung immer wieder durch leichte Regenschauern begleitet. An sonnigen frühsommerlichen Tagen, ist eine große Artenvielfalt an Faltern im Gebiet anzutreffen. Leider nicht an diesem Tag. Dutzendweise Pantherspanner, einige Wolfsmilchspanner, Zitronenfalter und die Raupe des relativ seltenen Sumpfhornklee-Widderchens, waren zu sehen.

So ging eine artenreiche Exkursion zu Ende und bei einem anschließenden gemeinsamen Essen, bedankten sich die Teilnehmer bei Hans Hoffmann, für die wunderschöne Führung. 

 

Exkursion durch das NSG Wagbachniederung

Vogelvielfalt am 23. April, an einem kühlen Sonntagmorgen

Leider fand sich nur ein kleines Grüppchen zusammen, die bei der Führung durch die Wagbachniederung teilnehmen wollten. Jahreszeitlich war es recht kalt und mit der aufsteigenden wärmenden Sonne, grenzten die Vögel, kontinuierlich zunehmend mit Ihrem Gesang, ihre bereits besetzten Reviere ab. Zu hören waren z.B.: Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Buchfink, Heckenbraunelle oder Kuckuck.

Von einer Beobachtungshütte an einem großen Flachwasserteich heraus, entdeckten wir die seltenen Vogelarten: Schwarzhalstaucher, Spießente, einen Purpurreiher, Löffelenten und viele weitere spannende Wasservögel. Erste Rauch - Mehl - und Uferschwalben, jagten dicht über der Wasserfläche.

Alle Fotos Harald Bott ©

 

Weiter führte uns der Weg, durch das wunderschöne Naturschutzgebiet und wir hörten Rohrammer, Bartmeisen, Wasserrallen und Blaukehlchen aus den großen Schilfflächen rufen, bzw. singen. Die Nachtigallen, sangen fast in jeder Ecke, in dem mit rund 225 Hektar großen Areal. 

Immer wieder gingen auch die Blicke nach oben: Rohrweihen, die im Schilf ihre Jungen aufziehen, kreisten in der Luft. Aber wir konnten, mit Baumfalke, Schwarzmilan und Mäusebussard, noch weitere Greifvögel bestimmen. So gingen mit knapp 4 Stunden eine kurzweilige Exkursion zu Ende, bei der wir 66 Vogelarten erfassen konnten.

 

Neue Nisthilfen!!!

An zwei fest angesetzten Arbeitstagen, wurden durch Peter Schmidt, Helmut Ripp und Harald Bott, ca. 70 Nisthilfen gereinigt. Weitere 30, unterschiedliche Bruthöhlen dabei aber auch, neu angebracht.

Manfred und Margot Hartlieb, reinigten in der Gemarkung Reichartshausen alle von der Gruppe angebrachten Nisthöhlen und brachten zudem, weitere rund 50 Stück neue in Wald, Feld und Flur an.

Hans Hoffmann und Harald Bott, hingen in drei unterschiedlichen Bereichen, der Gemeindewälder in der Gemarkung der Gemeinde Aglasterhausen, 45 neue Nisthilfen an. 

Bei allen kontrollierten Bruthöhlen, wurde festgestellt, dass diese genutzt und das alte Nistmaterial entfernt wurde.

 

Die  angebrachten Höhlen sind aus Holzbeton und sehr langlebig. Dabei wird darauf geachtet, dass Nisthöhlen mit unterschiedlichen Einflugsöffnungen und Bauarten (z.B. Halbhöhlen, für Brüter wie Hausrotschwanz, Bachstelze oder Grauschnäpper) verwendet werden. Somit können unterschiedliche Arten diese Höhlen beziehen.

 

Alarmierender Vogelschwund in Deutschland und Europa

 

Bundesregierung bestätigt Beobachtungen zum Rückgang der Feldvögel.

 

Die Bestände typischer Vögel der offenen Felder und Wiesen haben in den letzten Jahrzehnten immer schneller abgenommen. Das bestätigte nun die Bundesregierung auf Anfrage der Grünen. Die immer intensivere Landwirtschaft lässt selbst den früher fast überall anzutreffenden Art keinen Raum mehr zum Leben.


Die Bestände der Uferschnepfe gingen in weniger als 25 Jahren um 61 Prozent zurück. - Foto: Frank Derer

04. Mai 2017 – Die Vögel der Agrarlandschaft sind in Deutschland und Europa besonders bedroht. Zwischen 1990 und 2013 verschwanden in Deutschland 35 Prozent aller Feldlerchen, 80 Prozent aller Kiebitze und 84 Prozent aller Rebhühner. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor, die heute veröffentlicht wurde.

Der NABU begrüßt die kritische Nachfrage durch die Grünen und die fachlich fundierte Antwort der Bundesregierung. Die Zahlen und Fakten des Dokumentes lassen klar erkennen, wo derzeit das größte Problem für die Erhaltung der heimischen Vogelwelt und der damit zusammenhängenden Artenvielfalt liegt. Die immer intensivere Landwirtschaft lässt selbst den früher fast überall anzutreffenden Vogelarten der Agrarlandschaft keinen Raum mehr zum Überleben. In vielen Regionen Deutschlands kann man inzwischen den fröhlichen Frühlingsgesang der Feldlerche beim Spaziergang über die Felder kaum mehr hören.

 

Umweltprogramme halten Verluste durch Intensivlandwirtschaft nicht auf

Die alarmierenden Zahlen zum Verlust von Vögeln, die vor allem in der Agrarlandschaft leben, wurden bereits in einer im August 2016 veröffentlichten Studie „Tracking Progress Towards EU Biodiversity Strategy Targets: EU Policy Effects in Preserving its Common Farmland Birds“ bekannt, die gemeinsam von Forschungseinrichtungen und Verbänden erstellt wurde. Sie zeigt, dass die EU mit ihrer Vogelschutzrichtlinie und ihren Agrarumweltprogrammen zwar einen wichtigen Beitrag zum Erhalt vieler Vogelarten auf Feldern und Wiesen leistet, den dramatischen Artenschwund aber nicht umkehren kann. Hauptursache dafür ist eine durch die EU-Agrarförderung immer intensiver werdende Landwirtschaft.


Massive Verluste

In Deutschland hat der Bestand der Kiebitze zwischen 1990 und 2013 um 80 Prozent abgenommen, die Zahl der Braunkehlchen um 63 Prozent, die der Uferschnepfen um 61 Prozent und die der Feldlerchen um 35 Prozent. Die Zahl der Rebhühner hat zwischen 1990 und 2015 sogar um 84 Prozent abgenommen. Ein Drittel aller Vogelarten zeigt seit Ende der 90er Jahre „signifikante Bestandsabnahmen“. In Europa hat die Zahl der Vögel in 30 Jahren um 420 Millionen abgenommen! Es sind die kleinen, häufigen Arten, die rapide weniger werden und für diese Bilanz sorgen. Tausend mehr Seeadler können eben den Verlust von zig Millionen Sperlingen und Schwalben nicht ausgleichen.

Nutzungsintensivierung, der Einsatz von Pestiziden, Überdüngung und verarmte Fruchtfolgen haben in den letzten Jahrzehnten zu einem massiven Verlust von Artenvielfalt und Lebensräumen in der Agrarlandschaft geführt sowie zu einer enormen Belastung von Wasser, Böden und Klima. Verantwortlich dafür ist vor allem die gemeinsame Agrarpolitik in der EU (GAP), bei der die Förderung größtenteils nach dem Gießkannenprinzip mittels pauschaler Flächenprämien ohne konkrete Natur- und Umweltleistungen für die Gesellschaft erfolgt. „Damit muss endlich Schluss sein. Der NABU fordert eine grundlegende Reform der gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020. Öffentliche Gelder dürfen nur noch für öffentliche Leistungen vergeben werden. Dafür muss sich die Bundesregierung in Brüssel einsetzen. Ohne Druck aus Deutschland wird es keine ökologische Agrarreform geben“, so NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt.

Agrarsubventionen künftig naturverträglich verteilen

 

Am 2. Mai endete eine Bürgerbefragung der EU-Kommission zur künftigen Agrarpolitik. Mehr als 320.000 Menschen haben daran teilgenommen, 80 Prozent davon, über 258.000, haben der NABU, sein Dachverband BirdLife Europe und andere Umweltverbände mobilisiert. Das Votum ist eindeutig: Die Teilnehmer verlangen einen grundsätzlichen Wandel der EU-Agrarpolitik hin zu einer verantwortungsbewussten, fairen, nachhaltigen und gesunden Landwirtschaft für Mensch und Natur. Agrarsubventionen müssen in Zukunft naturverträglich verteilt werden. Nur so kann laut NABU auch die Vogelwelt gerettet werden. Die gleiche Botschaft unterstützen europaweit bereits auch über 600 Unternehmen und Organisationen im Bündnis „LivingLand“.

Am 11. Mai werden das Ergebnis der Bürgerbefragung sowie die Logos der Unternehmen und Verbände im Rahmen einer Konferenz an EU-Agrarkommissar Phil Hogan übergeben. Die hohe Beteiligung und die lauten Stimmen für eine grundlegende Reform sowie nachhaltige Investition von Steuergeldern kann die EU-Kommission kaum ignorieren.

 

Jahreshauptversammlung 2017

Die 1. Vorsitzende Frau Gertrud Hoffmann stellte einen Rückblick auf das Jahr 2016 bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Vereinsraum der Festhalle Aglasterhausen vor. Jubiläumsveranstaltung 25-jährige Partnerschaft LIPU-Gruppe Padua/Italien (zu der auch 8 Freunde aus Padua angereist waren) und 35-jähriges Bestehen der NABU-Gruppe „Kleiner Odenwald und Umgebung e.V." lnformationsveranstaltungen/Diavorträge:

„Natur auf der Seiser Alm und dem Ofenpass" Hans Hoffmann

„Der Wolf kommt" Wolfsbeauftragte Christine Günther

„More than honey" (Nicht nur Honig) Film vorgeführt von Berthold Weigand

„Glyphosat  ohne  Ende/Ende mit Glyphosat?" Berthold Weigand,

Naturreise Südschweden" Harald Bott mit vorweihnachtlichem Beisammensein

„Save-Auen Jugoslawien" Manfred Zwick.

Vogelkundliche/pflanzenkundliche Wanderungen:

Exkursion N5G„Lappen" bei Walldürn - Berthold Weigand Exkursion

Waghäusel - Harald Bott

Exkursion am Hinteren See - Hans Hoffmann

Orchideenwanderung mit Hans Hoffmann und anschließendem Mittagessen

Weihnachtsmarkt  in Aglasterhausen:

Die Hütte wurde uns wieder von der Gemeinde zur Verfügung gestellt und auch aufgebaut, wofür sich der Verein herzlich bedankt.

Wir  konnten wieder viele Bastelarbeiten wie Topflappen und Schals, Meisenknödel, Linzertorten und Gebäck  anbieten sowie die schon traditionellen Mineralien. Für das leibliche Wohl gab es Glühwein und Herings – und Lachsbrötchen, die auch in diesem Jahr reißenden Absatz fanden.                                 ·

An 2 Samstagen wurden Anfang 2016 in der Umgebung von Aglasterhausen  Nisthilfen gereinigt und teils neue angebracht. Alle gereinigten  Nisthilfen waren belegt. Die Gemeinde Aglasterhausen  bezahlt weitere Nisthilfen, sobald diese in den verschiedenen Gewannen aufgehängt sind.

Arbeitseinsatz  Streuobstwiese „Öschenberg"  bei Daudenzell

Arbeitseinsatz NSG „Uttenklinge" Reichartshausen

Harald Bott bringt die Homepage mit viel Zeitaufwand immer

auf den neuesten Stand. Besuchen Sie uns unter

www.nabu-kleiner-odenwald-und-umgebung.de.

 

Bericht des Amphibienwarts Michael Schneider :

verglichen mit dem Vorjahr ist ein Rückgang der Amphibien zu verzeichnen. Vier Sammelstellen wurden von 12 Sammlern unter seiner Leitung ca. 9 Wochen lang täglich betreut: Toten­ brunnen, Breitenbronn, Obrigheim/Kälbertshausen, Alte Kälbertshäuser Straße

Zur Betreuung der Amphibienwanderungen und zum Aufstellen der Zäune werden immer freiwillige Helfer/innen gesucht. Diese können sich an Michael Schneider (06262-3402) wenden. Kassiererin Monika Schmidt legte ihren Kassenbericht vor und es erfolgte die einstimmige Entlastung der Kassenführung.

 

Mitglied Peter Schmitt hat 19 Jahre lang die Pressearbeit für den Verein getätigt, wofür die 1. Vorsitzende Frau Gertrud Hoffmann ihm herzlich dankte und ihm ein kleines Präsent überreichte. Er legt nun sein Amt nieder und da sich keine andere Person für diesen Posten fand, übernimmt ab sofort der 2. Vorsitzende Manfred Hartlieb diese Aufgabe.

Die Heiligenwiese in Neunkirchen wird neuerdings von Schafen beweidet, sodass sich der Arbeits- bzw. Kostenaufwand für den Verein reduziert. Die Schafe der Wolfsbeauftragten Frau Günther sind nun unsere Rasenmäher.

Die Gemeinde Reichartshausen erhielt vom LEV (Landschafts­ erhaltungsverband) 50 Nisthilfen verschiedener Art, die von NABU-Mitglied Manfred Hartlieb in verschiedenen Gewannen von Reichartshausen aufgehängt werden bzw. teils schon aufgehängt sind.

 

Ehrungen zu Mitgliedschaften mit kleinem Präsent

1O Jahre: Farn. Fädler bzw. Kreß-Fädler, Emilie Dörner, Familie Keilhauer

35 Jahre: Ingrid und Otto Wesselsky 

40 Jahre: Bernd Kühnle, Walter Edler

Ende des Jahres 2016 ist leider unser langjähriges Mitglied Helga Rapp verstorben. Sie war ein sehr aktives Mitglied unseres Vereins und wir werden sie und ihre stets freundliche und positive Art sehr vermissen.

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