Problemfall Plastikmüll

Problemfall Plastikmüll

Wir schreiben das Jahr 1997: Die »Tokio Express« nimmt von Amsterdam aus Kurs auf New York und gerät vor der englischen Küste in einen schweren Sturm. Von einer riesigen Welle erfasst, bekommt der Frachter schließlich Schlagseite – knapp 60 von mehreren hundert Hochseecontainern werden von der Ladefläche in die Tiefen des Ärmelkanals gespült. In einem davon befinden sich rund 4,8 Millionen »Lego«-Teile …

Schon lange her?

Plastik benötigt hunderte Jahre zum Zerfallen.

Auch vor unserer Haustür, in der Nord- und Ostsee, sind die Folgen des Plastikmülls nicht zu übersehen.

Entlang der intensiv genutzten Schifffahrtslinien, an der Küste und auf den vorgelagerten Inseln bieten

sich bisweilen erschreckende Bilder.

Schätzungsweise 20.000 Tonnen Müll landen jedes Jahr in der Nordsee. Hauptverursacher sind einem Bericht des

Umweltbundesamtes (UBA) aus dem Jahr 2010 zufolge die kommerzielle Schifffahrt und die Fischerei. Beobachtungen aus Flugzeugen in der südlichen Nordsee zeigten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Mülldichte und den Schifffahrtslinien. Im Rahmen des Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (OSPAR) wird seit 2001 der angeschwemmte Müll an ausgewählten Stränden der 15 Mitgliedstaaten untersucht. 100 Meter Küstenlinie weisen dabei durchschnittlich 712 Müllteile auf. An der deutschen und niederländischen Wattenmeerküste fanden sich zwischen 2002 und 2008 im Schnitt 236 Müllteile. Davon bestanden rund 75 Prozent aus Plastik und Styropor.

 

Der NABU fordert von der Politik

Verzicht auf Einwegprodukte, die nicht recycelbar sind

Erhöhung der Recyclingziele Deutschlands auf mindestens 85 Prozent

von den Produzenten

Entwicklung von Rohstoffen, die umweltverträglich, biologisch abbaubar und recycelbar sind

Die Entwicklung langlebiger, reparierbarer Produkte.

von der Abfall- und Recyclingwirtschaft

Investition in moderne und effektive Sortier- und Verwertungstechnologien.

Ein verbraucherfreundliches Entsorgungssystem mit getrennter Müllerfassung und maximalem Recycling.

von der Schifffahrt und Hafenwirtschaft

Einkippverbot von Abfällen durch die Seeschifffahrt ohne Ausnahmen.

Eine effektive Abfallbewirtschaftung in den Häfen.

Auch Sie können helfen – machen Sie mit:

Werfen Sie Müll nicht achtlos weg, sondern stets in den Mülleimer.

Müll an Stränden, Berggipfeln und Urlaubsinseln vermiesen die Urlaubsstimmung.

Kaufen Sie langlebige Produkte – so schonen Sie wertvolle natürliche Ressourcen und vermeiden Müll.

Nutzen Sie plastikfreie Verpackungen, Mehrwegflaschen aus der Region und eigene Tragetaschen für den Einkauf.

Trennen Sie Ihren Müll. Nur so ermöglichen Sie, dass Plastik und andere Stoffe überhaupt recycelt werden können.

Achten Sie beim Kauf von Kosmetikprodukten darauf, dass diese keine Mikroplastikpartikel enthalten, z. B. Polyethylene.

Unterstützen Sie das NABU-Projekt „Meere ohne Plastik“ - Unterstützen Sie den NABU bei seinem Engagement für Mensch und Natur.


Aktionstag Streuobstwiesen

Alles rund ums Obst in Aglasterhausen, am 14. September 2014

Unter dem Titel "Unsere Streuobstwiesen - alles rund ums Obst" fand am 14. September ein großer Aktionstag in der Sport - und Festhalle Aglasterhausen statt.

Die Veranstaltung, die im Rahmen der diesjährigen Kerwe lief, wurde offiziell um 11 Uhr eröffnet. Bis 18 Uhr gab es an diesem Tag in und um die Festhalle zahlreiche Infostände, Aktionen und Ausstellungen. 

 

Die NABU Gruppe, informierte über den, Vogel des Jahres 2014, den Grünspecht, sowie mit Informationstafeln über weitere Streuobstwiesenbewohner. Großen Anklang, fand bei den Gästen, auch eine Ausstellung verschiedener künstlicher Nisthilfen, für Vögel und Fledermäuse.   

 

Für das leibliche Wohl sorgte ebenso der NABU "Kleiner Odenwald" mit Köstlichkeiten (Kaffee, Torten und Kuchen). An dieser Stelle, sei den fleißigen Bäckerinnen und Bäckern, für die Kuchen- und Tortenspenden herzlich gedankt. Aber auch den charmanten Damen, "hinter der Theke" vielen lieben Dank. Am Ende des Tages blieb kein Krümel Kuchen übrig. Somit stand ein dickes Plus unter dem Strich und wir werden hiermit sicherlich in neue Nisthilfen investieren. Diese finden im kommenden Frühjahr, hoffentlich zahlreiche Vögel, auch in Streuobstwiesen.....

 

Danke, nochmals allen Aktiven, Helfern, Freunden und Gästen, die diesen Nachmittag so erfolgreich machten. 


Kinderferienprogramm Reichartshausen

NABU Aktionstag für Kinder am 27.08.2014

Zum diesjährigen Ferienprogramm konnten bei herrlichem Wetter 22 Kinder begrüßt werden. Der Startplatz wurde ans Rückhaltebecken in Richtung Michelbach verlegt, da unser Weg dieses Mal nach Schwarzach führte. Die Kinder hatten teils eigene Becher zum Einfangen von Insekten und Kleintieren mitgebracht und legten sofort mit ihrer Suche los! Am begehrtesten sind immer wieder die Heuschrecken, die es in vielen Variationen gibt, aber auch Zikaden und kleine Falter waren im Angebot. Nach 1 1/2 Std. hatten wir mit einer fröhlichen Kinderschar den Schwarzacher Tierpark erreicht, wo uns der Imker Bernhard und Jutta schon erwarteten. Es wurden 2 Gruppen gebildet, wobei die 1. Gruppe mit Imkerhüten ausgestattet zu den Bienen ging und die 2. Gruppe durfte inzwischen Kerzen aus Bienenwachsplatten rollen - dann wurde gewechselt. Man erfuhr einiges vom Leben der Bienen, ihren Aufgaben, ihrer Lebenserwartung und natürlich, wie sie den Honig produzieren! Anschließend gab es 2 verschiedene Honigsorten auf Baguette mit Butter zum Probieren. Getränke waren auch genügend vorhanden. Um 17.30 Uhr hieß es dann auch schon Abschied nehmen und die Kinder wurden abgeholt. An dieser Stelle möchte sich Familie Hartlieb bei den Eltern bedanken, die einige Kinder mit ihren Autos zum Rückhaltebecken brachten und auch dafür, dass es mit dem Abholen der Kinder in Schwarzach so gut geklappt hat.



Heimische Insekten und andere Gliederfüsser

Insektenexkursion, mit Dr. Bernd Ullrich, 22. Juni 2014

Bei schönstem Sommerwetter trafen sich die Mitglieder des NABU sowie einige Gäste zu einer Insektenexkursion unter der Leitung des langjährigen Mitgliedes, Dr. Bernd Ullrich. Zielgebiet waren die Flächen im Talgrund östlich von Daudenzell. Dort betreut unsere Gruppe eine Streuobstwiese. Durch diverse Ausgleichsmassnahmen existiert dort eine Mischung aus extensiven und konventionell genutzten Flächen, was zu einem Mosaik von verschiedenen Lebensräumen von trockenen Magerrasen über blumenreichen Naturwiesen bis hin zu feuchten Grabenrändern führt. Entsprechend vielgestaltig zeigte sich dort die Insektenwelt und Schmetterlinge wie Schachbrettfalter sowie Ochsenauge waren zahlreich vertreten. Ein besonderes Glanzlicht war der Fund eines Rosenkäfers, mit dem Namen Oxythyrea funestra (Trauerrosenkäfer), der nur sporadisch an warmen Plätzen in Süddeutschland vorkommt. Den wachen Augen der jüngsten Exkursionsteilnehmerin entging auch ein im Gras verborgener, Kleiner Weinschwärmer nicht, der allerdings schon leicht lädiert war und dem viele Schuppen auf den Flügeln fehlten.    

Fotos Dr.Bernd Ullrich ©

Auf den artenreichen Blumenwiesen fielen vor allem die Heerscharen von Marienkäfern auf, die dort die Bestände der Blattläuse unter Kontrolle halten. Unerwartet war der Fund von Sommerwurz (wohl violette Sommerwurz), die als Schmarotzerpflanze z.B. auf Schafgarbe und Kratzdistel vorkommt. Immer wieder erstaunt und fasziniert der Formenreichtum der Insekten und anderer Kleintiere den Betrachter und nach Ende der gelungenen Exkursion ging man mit vielen neuen Eindrücken nach Hause.



Vogelstimmenwanderung in der Pfalz

Vielstimmiges Konzert am Morgen, 25. Mai 2014

Keiner der Teilnehmer, hatte es wohl bereut auf dieser Wanderung teilgenommen zu haben. Bei schönsten Spätfrühlingswetter, setzte bereits am Parkplatz, ein bestimmen mehrerer Arten ein. Es grüßten, Dorngrasmücke, Nachtigall, Goldammer, Fitis und Zilpzalp, mit ihren Gesängen. Ein Kuckuck überschallte mit seinen Rufen die Gesänge und nach kurzer Suche, war dieser auch wunderschön, mit den Ferngläsern, hoch oben im Baum zu beobachten.  

Im Himmel kreisten immer wieder Mäusebussarde, Mehl - sowie Rauchschwalben und die hohen Sri Sri Sri Rufe der Mauersegler drangen angenehm in unsere Ohren.

 

 

Dann erschallte plötzlich der erste Gesang eines Pirols. Da bekamen manche Naturliebhaber Gänsehaut, so schön war der Gesang anzuhören. Einen zweiten Pirol sollte nicht lange auf sich warten und sein leuchtendes gelbes Gefieder, konnten wir in einem Baum hoch oben erkennen. Des Weges weiter, beobachteten wir Misteldrossel, Turteltaube und Turmfalke.

So gingen zweieinhalb Stunden vorüber und wohl jeder war hoffnungslos zufrieden. Doch als Geschenk des Natur und i - Tüpfelchen dieser Wanderung, "durften" wir noch ein Pärchen Neuntöter, kurz vor Schluß, entdecken und damit endete eine artenreiche Wanderung, mit einem wunderschönen Ende.

Da wurden anschließend in einer Pfälzer Weinstube recht große Portionen bestellt, denn wandern, hören und sehen in der Natur, machen mit der NABU-Gruppe "Kleiner Odenwald und Umgebung e.V. mächtig Hunger.....Guten Appetit auf einen tollen Sonntagmorgen in der schönen Vorderpfalz.  

Orchideenvielfalt im Tauberland

Exkursion im NSG Lindenfeld, 18. Mai 2014

Bei strahlendem Sonnenschein, kam die Gruppe mit 13 Teilnehmern im Bereich des Naturschutzgebietes an. Bereits nach wenigern Metern stand das erste Exemplar, einer Bocksriemenzunge, sowie ein Helm-Knabenkraut. Das machte Lust auf mehr und wir sollten nicht enttäuscht werden, den Weg auf uns genommen zu haben. Viele verschiedene Exemplare an Ragwurzen, konnten wir bewundern. Egal ob Bienenragwurz, Fliegenragwurz oder Hummelragwurz. Eine Pflanze blühte schöner als die andere. Sogar eine in Deutschland "normal" nicht vorkommende Ragwurz, entdeckten wir. Die Schnepfen-Ragwurz. Fast übersah man die vielen schönen anderen Pflanzen, wie etwa Akelei, Sonnenröschen oder den Blutroten Storchschnabel. 

Unter den Exemplaren waren auch sehr viele Hybriden (Kreuzungen zweier Arten) und die Unterscheidungsmerkmale, lassen selbst Biologen, die Stirn runzeln.

Aber es gab nicht nur tolle Pflanzen, sondern auch klasse Arten von Schmetterlingen: Bläulinge, Fleckenspanner, Schwalbenschwanz, Zitronenfalter und viele andere mehr. Das lockte unter den Teilnehmern, vor allem die Fotografen.

Schön anzusehen, war auch das Federgras, welches wahrlich scheinbar federleicht am Wegesrand stand.

So gingen 2 Stunden in einem wunderschön gelegenen Gebiet um und jeder Teilnehmer, war sich sicher das Gebiet wieder aufzusuchen. Danke an Hans und Gertrud Hofmann, für die Planung und Durchführung dieser Exkursion.



Nachtrag zur Exkursion

 

Kein noch so schönes Frauenhaar, 
sei es nun silbrig oder rot, 
bringt einen Orchis-Fan noch aus dem Lot, 
hat er die Orchidee im Sucher
und allem Frauenreiz entrückt, 
bannt er das Blümchen auf den Stick.

 

Manfred Zwick

 

Jungvogel gefunden - was tun ?

Ein kleiner, verlassener Jungvogel am Boden ist nicht immer in Not. Es kann sich auch um einen sogenannten „Ästling“ handeln – Ein Jungvogel der bereits das Nest verlassen hat, aber immer noch von den Eltern gefüttert und betreut wird. Diese Entwicklungsphase dauert bei den meisten Arten etwa eine Woche. Die Jungvögel sind zu diesem Zeitpungt noch nicht voll flugfähig, aber weitgehend befiedert, und zeigen den Vogeleltern durch Rufe an wo sie sich befinden.
Diese Jungvögel darf man auf keinen Fall einfach mitnehmen! Wenn man sich nicht ganz sicher ist ob der Jungvogel nicht doch verlassen ist kann man die Lage aus ausreichender Entfernung beobachten. Spätenstens nach 2 bis 3 Stunden sollten die Vogeleltern aufgetaucht sein. Hat man dazu nicht genügend Zeit oder Geduld, ist es im Zweifelsfall besser den Jungvogel dort zu lassen wo er ist und ihn NICHT mitzunehmen, da die Wahrscheinlichkeit das es wirklich nur ein Ästling ist wesentlich höher ist als die, das es sich um einen verlassenen Jungvogel handelt.
Was man tun kann:
Der Jungvogel sitzt an einer gefährlichen Stelle, beispielsweise an einer Strasse oder auf einer ungeschützten Fläche wo er Opfer einer Katze werden kann. In dem Fall sollte man ihn aus der Gefahrenzone bringen und an einen geschützten Platz setzen (beispielsweise niedriges Geäst), er wird seine Eltern durch Rufe auf sich aufmerksam machen. Den Jungvogel nie weiter als 10 Meter von der Fundstelle entfernen!



Vogelstimmenwanderung am Morgen

Exkursion zum NSG "Hinterer See" und angrenzende Feldflur

Vermutlich hatten alle Teilnehmer, tags zuvor die Teller nicht nur leer gegessen, sondern auch ausgeschleckt. Das Wetter konnte an diesem herrlichen Frühlingsmorgen, für diese Exkursion nicht besser sein. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und bereits am Treffpunkt, schallte aus jeder Himmelsrichtung ein vielversprechendes Vogelkonzert.

Schon zu Beginn der Wanderung nahm dieses Konzert seinen Fortlauf und Hausrotschwanz, Girlitz, Kohlmeise und Zilpzalp stimmten uns fröhlich auf mehr ein!

Kurz darauf, ertönte eine Feldlerche, die wir auch bei ihrem Singflug, wunderschön beobachten konnten. 5 weitere Exemplare der Lerche, die mittlerweile in Deutschland aufgrund der intensiven Landwirtschft gefährdet ist, folgten. Wir hatten gerade die Lerche aus den Augen verloren, konnten wir einen weiblichen Turmfalken bei der Jagd über den Feldern beobachten. Kurz darauf überflogen uns zwei Hohltauben.

Im NSG "Hinterer See" empfing uns der schallende Gesang des Grünspechtes. Als "Vogel des Jahres 2014" sehr passend für eine Exkursion.

Doch konnten wir auch bereits erste blühende Pflanzen bestimmen: Bach-Nelkenwurz, Sumpfdotterblume, oder erste zaghaft blühende Waldmeister. 

Viele Greifvögel waren am Himmel zu sehen. Rot - und Schwarzmilane, Mäusebussarde und eine Rohrweihe, begleiteten uns immer wieder am Himmel. Aus Heckenzügen an den Feldrändern, sangen Dorngras - und Klappergrasmücken, Goldammern und immer wieder Feldsperlinge. Eine weibliche Stockente erspähten wir, ungestört, beim Brüten.....

Nach 3,5 Stunden nahm die Exkursion, mit dem Gesang des Bluthänfling ein schönes Ende und jeder Teilnehmer fuhr begeistert nach Hause. Heute passte einfach wieder alles. Das Wetter, die Artenvielfalt unserer wunderschönen Natur und die ausgesuchte Wanderung. 36 Vogelarten konnten wir an diesem Morgen bestimmen.

Da freut sich bereits jeder, auf die nächste Exkursion, die am 18.Mai statt findet. 



Besondere Auszeichnung

Goldene Ehrennadel des NABU „Kleiner Odenwald“ für Hans und Gertrud Hoffmann für 80  Jahre aktive Naturschutzarbeit

 

Vom Vorstand der NABU-Gruppe und mit lieben Grüßen vom Landesvorstand Dr. Andre‘ Baumann bekamen die beiden für ihr langjähriges Engagement die goldene Ehrennadel verliehen.

Mit dem Naturschutz im Kleinen Odenwald verbindet man besonders einen Namen: Hoffmann.

Ihr kompetentes Engagement in Naturschutzfragen und ungebremster Einsatz für Piepmätze, Kröten, Orchideen und neuerdings auch Unken sind einzigartig.

 

Schon früh haben die Beiden erkannt, dass Natur-und Artenschutz nur über die Einrichtung entsprechender Biotope erreichbar ist.

Die meisten Heckenstreifen um Aglasterhausen herum hat die NABU-Gruppe gepflanzt. Feuchtbiotope, Trockenhänge und Streuobstwiesen werden von der NABU-Gruppe gepflegt. Das Naturschutzgebiet „Hinterer See“ zum Beispiel war das erste Projekt der Gruppe.

 

Für die Beiden hört aber Naturschutz nicht an der Ortsgrenze auf. Gertrud und Hans organisierten Naturreisen, die uns unter anderem in die Save-Auen des ehem. Jugoslawiens und in den Großen Kaukasus Aserbaidschans führten. Die Partnerschaft mit der LIPU Padua (italienischer Naturschutzverband) wurde 1991 geschlossen.

Seitdem pflegt Gertrud unermüdlich die Kontakte zu den italienischen Naturschützern.

Die Beiden sind 1974 der DBV-Gruppe Mosbach beigetreten. Als Gründungsmitglieder der NABU-Gruppe „Kleiner Odenwald und Umgebung e.V.“ leisten sie seit 1981 Vorstandsarbeit.

 

Ihnen ist es gelungen ein Vorstandsteam zusammenzustellen, das seit 20 Jahren Hand in Hand harmonisch zusammenarbeitet und auch zusammen feiert.

 

 

Liebe Gertrud, lieber Hans: Danke und „Bloss net nochlosse!“




Generalversammlung am 17.01.2014

Gertrud Hoffmann konnte zur gut besuchten Veranstaltung im Vereinsraum der Festhalle Aglasterhausen auch Bürgermeisterin Schweiger begrüßen.

Im Anschluss hielt die 1.Vorsitzende einen Rückblick auf das Jahr 2013:

-Informationsveranstaltungen/Diavorträge:

 „Nabu-Ausflug ins Werdenfelser Land“ Harald Bott

 „Wiesenweihenprojekt in der Estremadura“ Wolfgang Dreyer

 „David gegen Monsanto – gentechnikfreier NOK“ Berthold Weigand

 „Südafrika“ Lothar Kehrer

 „Everglades“ Hans Hoffmann

-Vogelkundliche/pflanzenkundliche Wanderungen

  Wanderung auf den Michaelsberg – Paul Haag

  Wanderung bei Freinsheim – Harri

  Orchideenwanderung ins Taubertal – Hans Hoffmann

  Wanderung in der Wagbachniederung bei Waghäusel – Harri

- An 2 Samstagen wurden Anfang 2013 in der Umgebung von Aglasterhausen

  Nisthilfen gereinigt und ca. 50 Kästen neu angebracht. Verwendet wurden dabei   

  verschiedene Bauarten, die von jeweils unterschiedlichen Vogelarten angenommen

  werden. (Meisenkästen, Halbhöhlen, Wasseramselkästen, Fledermauskästen…)

  Alle gereinigten Nisthilfen waren belegt.

 -Stellungnahmen zum §29 NatSG wurden von Gertrud Hoffmann abgegeben.

  2 Stellungnahmen wurden zur Beurteilung an den Kreisverband weitergereicht.

 -Harald Bott pflegt die Homepage mit viel Zeitaufwand.

 

  Besuchen Sie uns unter http://www.nabu-kleiner-odenwald-und-umgebung.de

 

 -5-tägiger Ausflug nach Ungarn/Hajduszoboszlo:

  Steppenrinder-Kutschfahrt-Rohrdommel (!!!)-Puszta-Budapest-Halasto (Fischteich).

  (Dank an Gertrud für Organisation und Reiseleitung)

 -Arbeitseinsatz in der Streuobstwiese „Öschenberg“ bei Daudenzell: Vor allem der

  Brombeerbewuchs musste wieder zurückgedrängt werden. Dank geht an Herrn

  Holderbach, der den unteren Teil des Grundstückes kostenlos mäht.

 -Hans Hoffmann hat wieder 3 Torten zur Unterstützung der Greifvogelpflegestation

  des NABU in Bad Friedrichshall gebacken. Diese wurden am Tag der offenen Tür  

  verkauft.

  Die Greifvogelpflegestation versorgt fachgerecht die verletzten Vögel und ist auch

  der Ortsgruppe eine große Hilfe.

 -Im Steinbruch bei Asbach wurde von Benedikt Schatz eine Population

  Gelbbauchunken entdeckt. Das Gelände wird auch vom MSC Asbach für Offroad-

  Fahrten genutzt. Bestimmte abgesteckte Stellen dürfen während der Laichzeit nicht

  mehr befahren werden. Michael Schneider und Benedikt Schatz werden die  

  Einhaltung der Vorlage beobachten.

 -Ferienprogramm Reichartshausen: Manfred Hartlieb, Margot Hartlieb und Dr. Bernd

  Ullrich haben einen Nachmittag gestaltet und mit den interessierten Kindern   

  Insekten bestimmt und mikroskopiert.

-Harald Bott hat die bestellten Nistkästen mit dem Transporter von Mannheim in

  unser Lager nach Breitenbronn gebracht.

-Die Namensänderung unseres Vereines ist jetzt im Vereinsregister eingetragen. Für   

 die fachkundige Unterstützung bedanken wir uns bei unserem Manfred Zwick. 

-Weihnachtsmarkt in Aglasterhausen:

  Von der Gemeinde wurde uns wieder –wie in den Vorjahren- eine sehr schöne  

  Hütte zur Verfügung gestellt. Von hier nochmals herzlichen Dank an die Verwaltung.

  Wir konnten wieder viele Bastelarbeiten wie Topflappen und Schals, Meisenknödel,

  Linzertorten, … anbieten. Die Topflappen von Emilie waren ein echter Renner.

  Danke an alle, die uns unterstützt haben.

  Bericht des Amphibienwart Michael Schneider:

  Vier Sammelstellen wurden von 12 Sammlern unter seiner Leitung ca. 10 Wochen lang täglich betreut:

   Totenbrunnen: Erdkröten 1642 (Vorjahr: 891), Grasfrösche 77 (132), Molche und

   Salamander 152  (28)

   Breitenbronn: Erdkröten 163 (Vorjahr 96)

   Obrigheim/Kälbertshausen: haupts. Erdkröten 146 (Vorjahr: 255)

   Alte Kälbertshäuser Straße: Erdkröten 214, Molche 13 (Vorjahr gesamt: 312)

  An der Sammelstelle Totenbrunnen wurden zwei Zäune parallel aufgestellt. Ein   

  Drahtzaun an der Straße und ein Molchzaun unterhalb. Vor dem Molchzaun wurden

  27 Eimer eingegraben, in die die meisten der Tiere hineinfielen. Wie man an den

  Zahlen sieht, hat sich der Aufwand gelohnt.

  Auf dem Höhepunkt der Hinwanderung der Amphibien wurde nachts sogar 2 mal  

  gesammelt. Ein enormer Aufwand für wenige Helfer. Zur Betreuung der

  Amphibienwanderungen und zum Aufstellen der Zäune werden immer freiwillige

  Helfer/innen gesucht.

  Diese können sich an Michael Schneider (06262-3402) wenden.

  Anschließend hat Dr. Göring von der Zusammenarbeit mit dem APG Neckarelz  

  berichtet. Zusammen mit Frau Dr. Michel unterrichtet er die Gymnasiasten in Natur-

  und Umweltschutz donnerstags zweistündig.

  Diese Arbeit ist gerade jetzt wichtig, da anlässlich der Bildungsplanungsreform 2015

  das Kultusministerium Baden-Württemberg plant, das Fach Biologie als  

  eigenständiges Fach abzuschaffen.

  Darauf legte die Kassiererin Monika Schmidt ihren Kassenbericht vor.

  In 2013 ist trotz erheblicher Ausgaben wegen Neukauf von Nisthilfen ein erfreulicher

  Kassenüberschuss zu verzeichnen.

  Nach dem Kassenbericht erfolgte unter Leitung von Horst Schulz von der NABU-

  Ortsgruppe Bad Friedrichshall die einstimmige Entlastung der Kassenführung.

  Auch die Neuwahl der Kassenprüfer Fred Schütz und Walter Edler erfolgte  

  einstimmig.

  Bürgermeisterin Sabine Schweiger hat die Leitung der anstehenden  

  Vorstandswahlen übernommen. Die Vorstandschaft wurde insgesamt einstimmig im  

  Amt bestätigt und für die nächsten 4 Jahre wiedergewählt.

  Gertud Hoffmann  - 1.Vorsitzende

  Hans Hoffmann - Biotopwart

  Manfred Hartlieb - 2.Vorsitzender

  Harald Bott – Vogelwart

  Michael Schneider - Amphibienwart

  Anita Kießling – Schriftführerin

  Monika Schmidt – Kassiererin

  Peter Schmidt – Pressewart

  Im Anschluss betonte Bürgermeisterin Schweiger die Bedeutung der Nabu-

  Ortsgruppe und die Mitgliedschaft der Gemeinde Aglasterhausen im  

  Landschaftserhaltungsverband.

  Der LEV organisiert und koordiniert mit dem Fachdienst Landwirtschaft und den    

  anerkannten Naturschutzverbänden im Kreis die erforderlichen Erhaltungs-,  

  Entwicklungs-, Extensivierungs- und Pflegemaßnahmen und beteiligt sich an  

  Artenschutzmaßnahmen und Biotopvernetzungskonzepten.

 

 Jubiläumsmitgliedschaften:

 10 Jahre: Otto Reinig

 20 Jahre: Martina Bansbach, Giovanna Bottazzo (Padua), Dirk Klapproth, Thomas- 

                 Mareike-Johannes Rupp, Dieter Schulte

 30 Jahre: Martina Elsasser, Michael Fath

 

 Der Abend wurde von Hans Hoffmann abgerundet, der kurzfristig Dias zum Thema 

 Vögel im Winter zusammenstellte. Hans verblüfft die Gruppe immer wieder mit

 Bildern, die er von seinem Wohnzimmer aus macht. Nahaufnahmen von Sperber,

 Eisvogel, Kernbeißer, Bergfinken… Manchmal muss man gar nicht in die Ferne

 schweifen.

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